Reinigungshütte

Die Reinigungshütte ist ein ritueller Raum für Klärung, Ausrichtung und Verbindung. In Wärme und Dunkelheit, im gemeinsamen Kreis, in Berührung mit Feuer, Erde, Wasser und Luft entsteht ein geschützter Ort, in sich Inneres bewegen und ordnen kann. Du musst nichts leisten. Du bringst mit, was dich beschäftigt. Ich halte den Rahmen.

Vor der Teilnahme gibt es ein kurzes Vorgespräch. So können wir gemeinsam klären, ob dieses Format im Moment gut zu dir und deinem Leben passt.

Woher diese Form kommt

Die Reinigungshütte, oft auch Schwitzhütte genannt, ist in unterschiedlichen indigenen Kulturen in verschiedenen Formen bekannt. Ich habe diese Form direkt von der Schamanin Alba Maria, bekannt als XamAM gelernt. Sie ist Gründerin der brasilianischen Gemeinschaft Terra Mirim, deren Tribe ich seit über zehn Jahren angehöre. Was du hier erlebst, verstehe ich nicht als unveränderte indigene Zeremonie, sondern als eine Form, die ich in dieser Linie gelernt und über die Jahre in meinem eigenen Kontext verantwortungsvoll weitergeführt habe. Ich halte sie mit Respekt vor ihrer Herkunft, mit klaren Grenzen und im Bewusstsein, dass solche Übertragungen Verantwortung tragen.

Was dich erwartet

  • Vorbereitung: Impulse zur Einstimmung auf das Ritual
  • Ritual der Reinigungshütte: geführte Zeremonie im geschützten Kreis
  • Einzel- und/oder Gruppenarbeit: zur Vertiefung deiner Intention
  • Feuer und Kräuterbad: als Begleitung für Klärung und Erneuerung
  • Kreis des Teilens: für Integration

Für wen

Für Menschen, die sich tiefer mit sich selbst verbinden möchten – körperlich, emotional, mental und spirituell. Es braucht keine Vorerfahrung, aber die Bereitschaft, dir selbst offen und ehrlich zu begegnen.

Wann dieses Format nicht passt

  • In einer akuten Krise. Dann braucht es zuerst Stabilität und Menschen, die dich eng begleiten. Anlaufstellen findest du hier.
  • Wenn du eine konkrete Methode für ein konkretes Problem suchst. Rituale arbeiten anders und lassen sich nicht steuern.
  • Wenn du in deinem Leben gerade Stabilität brauchst, nicht Veränderung. Ein Ritual kann etwas öffnen, das sich nicht so leicht wieder schließen lässt.

Rituale sind Erfahrungsräume. Sie können helfen, innezuhalten, Übergänge bewusst zu markieren und inneren Prozessen eine Form zu geben. Sie ersetzen keine Psychotherapie oder medizinische Behandlung, können sie aber ergänzen. Wenn du in Therapie bist, sprich mich gern darauf an, dann schauen wir gemeinsam, ob es passt. Mir ist wichtig, einen klaren Rahmen zu halten, in dem das, was sich zeigt, achtsam begleitet und gut integriert werden kann.

Joshua

Joshua

Psychologe (MSc) · Gestalttherapeut (D) · Ritualbegleiter

Joshua begleitet seit 2018 rituelle Erfahrungsräume in und mit der Natur. Seine Arbeit verbindet Psychologie, Gestalttherapie und schamanischen Initiationen in der Gemeinschaft Terra Mirim in Brasilien und in Peru. Im Mittelpunkt stehen Verbindung, Verkörperung und Integration: damit das, was sich im Ritual zeigt, einen guten Platz im Leben finden kann.

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