Joshua — Dr. Johannes Nagler

Über mich

Psychologe (MSc) · Gestalttherapeut (D) · Ritualbegleiter

Joshua — Dr. Johannes Nagler

Mich interessiert, wie Erfahrung Bedeutung findet: im Erleben, im Kontakt und mitten im Leben. Besonders in Übergängen, in Phasen der Neuorientierung und dort, wo vertraute Muster nicht mehr stimmig sind.

Die Frage, wie wir uns selbst und dem Leben auf eine ehrliche Weise begegnen können, begleitet mich seit vielen Jahren.

Ich komme ursprünglich aus der Mathematik. Schon während des Studiums begann parallel ein anderer Weg: schamanische Selbsterfahrung. Ich suchte Räume auf, in denen ich mir unverstellter begegnen konnte: nicht mehr nur denkend, sondern spürend, fühlend und im Kontakt. Was ich äußerlich angestrebt hatte, war irgendwann nicht mehr lebbar. Es gab zu viele Widersprüche in mir. Es folgten persönliche Brüche, eine Scheidung und der Abschied von alten Sicherheiten und vertrauten Identitäten. Nach und nach entstand eine neue Freiheit: mich nicht mehr so sehr an feste Bilder von mir selbst halten zu müssen.

Daraus wuchs ein neuer Lebensentwurf, in dem Verstand und Herz mehr zusammenfanden: therapeutische und psychologische Ausbildung, der Aufbau von Workshops und Ritualarbeit, der Traum, einen eigenen Ort für die Arbeit mit Menschen zu schaffen. Manches war zutiefst erfüllend, manches zu groß.

Heute lebe ich diesen Traum kleiner und demütiger. Vielleicht ist Leben ein Wechsel aus Konstruktion und Dekonstruktion: Wir entwerfen uns, etwas zerbricht, etwas Neues entsteht. Ich kenne Zeiten, in denen kein klarer Ausweg sichtbar war und das Leben größer war als meine Fähigkeit, es zu verstehen oder zu ordnen. Gerade dort ist Vertrauen gewachsen: nicht als Sicherheit, sondern als Bereitschaft, dem Leben weiter zugewandt zu bleiben. Manche Brüche müssen nicht überwunden werden, um leben zu können, und immer wieder haben sich an ihren Rändern neue Wege gezeigt.

Seit 2019 begleite ich auch andere Menschen auf ihren Wegen. Meine Arbeit verbindet psychologisches Wissen, gestalttherapeutische Haltung, körperorientierte Zugänge und rituelle Praxis. Mich interessiert nicht nur, was Menschen über sich verstehen, sondern auch, was im unmittelbaren Erleben spürbar wird: im Körper, im Kontakt, in Übergängen und im alltäglichen Leben.

Meine Arbeitsweise

Es geht mir um Tiefe, die geerdet bleibt. Ich arbeite erfahrungsorientiert, achtsam und dialogisch. In meinen Gruppen geht es nicht um schnelle Lösungen, sondern um eine Form der Begleitung, in der du dich wahrnehmen, deine Grenzen spüren und daraus nächste Schritte finden kannst.

Im Kontakt mit anderen begegnen wir oft auch uns selbst deutlicher. Damit das erfahrbar wird, braucht es einen klaren Rahmen: Freiwilligkeit, Selbstverantwortung und die Möglichkeit zur Integration sind mir dabei wesentlich. Entwicklung lässt sich nicht erzwingen. Sie kann aus Präsenz, Bewusstheit und Beziehung entstehen. Manchmal heißt das auch: aushalten, dass nichts geschieht.

Wenn dich anspricht, was du hier findest, schreib mir gerne. Vielleicht ergibt sich daraus eine Begegnung in einem meiner Angebote.

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.

Albert Einstein

Fundament

Wissen & Erfahrung

Meine Arbeit gründet auf vier Säulen, die sich über viele Jahre durch praktische Erfahrung, persönliche Entwicklung und fachliches Wissen geformt haben. Sie helfen mir bei der Orientierung, ohne endgültige Wahrheit zu sein.

Psychologie

Verstehen, was geworden ist

Psychologie öffnet den Blick für die Wege, auf denen ein Mensch zu dem geworden ist, der er heute ist. Sie hilft, Erfahrungen, Muster und innere wie äußere Dynamiken einzuordnen: nicht nur als Symptome, sondern auch als sinnvolle Antworten auf das Leben.

Gestalttherapie

Begegnen, was jetzt ist

Gestalttherapie vertraut dem gegenwärtigen Erleben. Sie fragt nicht nur, warum etwas ist, sondern wie es sich jetzt zeigt: im Körper, im Gefühl, im Kontakt. Dort kann Bewusstheit wachsen und mit ihr die Möglichkeit, freier und verantwortlicher zu antworten.

Verhaltenstherapie

Verändern, was heute möglich ist

Verhaltenstherapie zielt auf tragbare Veränderung ab. Sie macht sichtbar, welche Muster sich im Alltag wiederholen, und sucht nach konkreten Wegen, mit ihnen anders umzugehen. Sie unterstützt dabei, gewünschte Veränderung wirklich lebbar zu machen.

Weisheit der Natur

Sich erinnern, dass wir Teil des Lebens sind

Die Natur trägt ein Wissen, das älter ist als unsere Konzepte. Sie zeigt Wandlung, Rhythmus, Sterben und Neubeginn. In der Verbindung mit ihr können wir uns daran erinnern, dass wir Teil eines größeren lebendigen Zusammenhangs sind.

Werdegang

Ausbildung & Qualifikationen

Akademische Ausbildung, therapeutische Weiterbildungen und eigene Erfahrungswege – hier ein Überblick über meinen Werdegang.

seit 2025 Psychotherapie MSc – Verhaltenstherapie Evidenzbasierte Methoden der Verhaltenstherapie für die Arbeit mit psychischen und psychosomatischen Störungsbildern sowie psychosozialen Belastungen. Universität für Weiterbildung Krems
2019–24 Psychologie BSc & MSc Akademisches Studium mit Schwerpunkt auf klinischer & Gesundheitspsychologie. Universität Wien
2018–22 Gestalttherapie – Dialogisch & Körperorientiert Vierjährige humanistische Psychotherapie-Ausbildung am Symbolon-Institut. Fokus auf Gegenwärtigkeit, dialogische Begegnung und das Spüren im Körper. Symbolon-Institut Nürnberg
seit 2013 Schamanische Selbsterfahrung Langjährige Selbsterfahrung, Initiationen und rituelle Ausbildung in naturverbundener Praxis im Urwald. Schwerpunkt: Naturverbindung und veränderte Bewusstseinszustände (>1000h). ua. Terra Mirim, Brasilien

Werte

Meine Haltung

Würde & Respekt

Würde & Respekt

Jeder Mensch verdient einen sicheren, wertschätzenden Raum ohne Bewertung. Du bist willkommen, so wie du gerade bist, und kannst dich mit dem zeigen, was in dir lebendig ist.

Im Dialog sein

Im Dialog sein

Offen sein für das Andere und das Unbekannte, ohne bereits eine fertige Antwort zu haben. Ein sensibles Lauschen, bei dem wir dem Echo des Anderen in uns nachspüren.

Bewusstheit

Bewusstheit

Wahrnehmen, was gerade ist, ohne es sofort verändern oder wegschieben zu müssen. Gefühle und Empfindungen bekommen Raum, damit daraus mehr Bewusstheit entstehen kann.

Der Weg der kleinen Schritte

Der Weg der kleinen Schritte

Kleine, bewusste Schritte, die langfristig Veränderung ermöglichen. Wachstum entsteht oft dort, wo das Leben und die Zeit dafür reif sind.

Zusammenarbeit

So geht es weiter

1

Angebot entdecken

Schaue dir die aktuellen Gruppenangebote an und nimm wahr, welches Format dich anspricht.

2

Kontakt aufnehmen

Melde dich per Formular oder E-Mail. Wenn du unsicher bist, klären wir in einem kurzen Vorgespräch, ob der Rahmen im Moment stimmig ist.

3

In der Gruppe ankommen

Wir treffen uns zum gewählten Termin. Du kommst in deinem Tempo an und entscheidest selbst, wie weit du dich einlässt.