Reinigungshütte im Juli

Eine Sommernacht, mitten in der Fülle des Jahres. Die Tage sind lang, die Erde steht in ihrer Reife. Eine gute Zeit, dem nachzugehen, was gewachsen ist und gesehen werden will – und dem, was schwer geworden ist und sich lösen darf.

Wir arbeiten mit dem Ritual der Reinigungshütte (auch Schwitzhütte genannt). In Dunkelheit und Wärme entsteht ein Raum, in dem du inneren Bewegungen Raum geben kannst und sich Inneres neu ordnen kann. Du bringst mit, was dich beschäftigt. Ich halte den Rahmen.

Vor der Teilnahme gibt es ein kurzes Vorgespräch. So können wir gemeinsam klären, ob dieses Format im Moment gut zu dir und deinem Leben passt.

Woher diese Form kommt

Die Reinigungshütte, oft auch Schwitzhütte genannt, ist in unterschiedlichen indigenen Kulturen in verschiedenen Formen bekannt. Die Form, auf die ich mich beziehe, habe ich bei einer brasilianischen Schamanin kennengelernt, in deren Linie sie weitergegeben wurde. Was du hier erlebst, verstehe ich nicht als ursprüngliche indigene Zeremonie, sondern als achtsam adaptierte Form der rituellen Reinigung. Ich halte sie mit Respekt vor ihrer Herkunft, mit klaren Grenzen und im Bewusstsein, dass solche Übertragungen Verantwortung tragen.

Was dich erwartet

  • Vorbereitung: Impulse zur bewussten Einstimmung auf das Ritual
  • Ritual der Reinigungshütte: geführte Zeremonie im geschützten Kreis
  • Einzel- und/oder Gruppenarbeit: zur Vertiefung deiner Intention
  • Feuer und Kräuterbad: als Begleitung
  • Kreis des Teilens: Für Integration

Für wen

Für Menschen, die sich Zeit für eine tiefe, innere Erfahrung nehmen und in bewusste Verbindung mit sich selbst und der Natur gehen möchten. Es braucht keine Vorerfahrung, aber die Bereitschaft, dir selbst offen und ehrlich zu begegnen.

Wann dieses Format nicht passt

  • Bei akuten Krisen sind Psychotherapie oder psychiatrische Unterstützung sinnvoller. Eine Übersicht über Anlaufstellen findest du hier.
  • Wenn du eine konkrete Methode für ein konkretes Problem suchst. Rituale arbeiten anders und lassen sich nicht steuern.
  • Wenn du gerade Stabilität brauchst, nicht Veränderung. Ein Ritual kann etwas öffnen, das sich nicht so leicht wieder schließen lässt.

Bist du unsicher, ob das Format gerade zu dir passt? Melde dich gerne und wir sprechen vorab kurz.

Rituale sind Erfahrungsräume. Sie können helfen, innezuhalten, Übergänge bewusst zu markieren und inneren Prozessen eine Form zu geben. Sie ersetzen keine Therapie und versprechen keine Heilung. Mir ist wichtig, einen klaren Rahmen zu halten, in dem das, was sich zeigt, achtsam begleitet und gut integriert werden kann.

Über mich

Wer dich begleitet

Joshua — Dr. Johannes Nagler

Joshua — Dr. Johannes Nagler

Psychologe (MSc) · Gestalttherapeut (D) · Ritualbegleiter

Joshua begleitet seit 2018 rituelle Erfahrungsräume in und mit der Natur. Seine Arbeit verbindet psychologisches Wissen, gestalttherapeutische Haltung und Ritualarbeit, deren Wurzeln in den schamanischen Heiltraditionen Brasiliens und Perus liegen. Im Mittelpunkt stehen Verbindung, Verkörperung und Integration: damit das, was im Ritual erfahrbar wird, einen guten Platz im Leben finden kann.

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