Workshop
Die Kunst der inneren Stille
Ein fortlaufender Raum, in dem Stille nicht als Methode, sondern als Haltung geübt wird.
Stille ist keine Methode. Sie ist eine Haltung: eine Art, in Verbindung mit sich selbst zu bleiben, egal ob es draußen laut oder leise ist.
Die meisten Versuche, "still zu werden", scheitern an der Idee, dass Stille ein Zustand sei, den man herstellt: weniger Ablenkung, weniger Gedanken, weniger Aktivität. Diese Praxis geht den umgekehrten Weg. Sie fragt: Wie übe ich, mich immer wieder mit dem zu verbinden, was neben den vielen äußeren und inneren Bewegungen schon da ist?
Wir nähern uns Stille von verschiedenen Seiten: über Sitzmeditation, über Atmung, über Bewegung, über Phasen alleine und gemeinsam, über Paar- und Gruppenarbeit. So wird spürbar, dass Stille viele Facetten hat. Sie kann konzentriert sein oder weit, alleine entstehen oder im Kontakt mit einem anderen Menschen, im Sitzen oder mitten in Bewegung.
Stille ist nicht immer Geschenk. Manchmal taucht in ihr auf, was lange übergangen wurde: Unruhe, Müdigkeit, Trauer, ein Gefühl von Vergeblichkeit oder Langeweile. Die Praxis besteht weniger darin, das wegzubekommen, als darin, dass es da sein darf, ohne dass du sofort handeln musst.
Mit der Zeit entsteht etwas, das sich nicht mehr nur im stillen Raum zeigt: eine innere Verbindung, die im Alltag tragfähig wird, auch wenn der Alltag laut ist.
Ich führe dich behutsam an Räume heran, die du selbst bewohnen lernst.
Da gibt es eine Stimme, die keine Worte benutzt – höre ihr zu.
Programm
Was dich erwartet
- Sitzmeditation und stille Phasen
- Bewegungsmeditation als Zugang über den Körper
- Paar- bzw. Gruppenarbeit, um Stille im Kontakt zu erproben
- Impulse zur Übertragung in deinen Alltag
Für wen
Für Menschen, die Stille nicht als gelegentliche Pause suchen, sondern als Praxis etablieren möchten. Die bereit sind, auch dem zu begegnen, was in stillen Momenten auftaucht wie Unruhe, Leere, Müdigkeit — und damit zu üben, statt es mit Techniken wegzuschieben.
Was sich oft zeigt
- du kannst besser bei dir bleiben, auch wenn außen viel los ist
- feinere Empfindungen werden wieder spürbar: Atem, Körper, Sinne, Gefühle, Resonanz im Kontakt
- mehr Stille kann sich in deinem Leben entfalten und ausdrücken
Wann dieses Format nicht passt
- Bei akuten Krisen sind Psychotherapie oder psychiatrische Unterstützung sinnvoller. Eine Übersicht über Anlaufstellen findest du hier.
- Wenn du eine schnelle Methode gegen Stress oder zum Abschalten suchst. Diese Praxis arbeitet langsamer und in eine andere Richtung.
- Wenn du erwartest, dass Stille sich gut anfühlen muss, um zu wirken.
Workshops sind Erfahrungsräume. Sie ersetzen keine Therapie und keine 1:1-Begleitung. Sie funktionieren am besten, wenn du in deinem Leben ausreichend Stabilität hast und neugierig auf Selbsterfahrung im Kontakt bist.
Über mich
Wer dich begleitet
Joshua — Dr. Johannes Nagler
Psychologe (MSc) · Gestalttherapeut (D) · Ritualbegleiter
Joshua verbindet psychologisches Fachwissen, gestalttherapeutische Haltung und rituelle Praxis. Seit 2018 begleitet er Menschen in Erfahrungsräumen, in denen innere Prozesse spürbar, verständlich und integrierbar werden können. Seine Arbeit lädt dazu ein, innezuhalten und dem eigenen Erleben Raum zu geben — auch dem, was sich nicht sofort einordnen lässt oder erst einmal ungemütlich ist.
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